Internet Marketing


Ich hatte Anfang des Jahres über CMS 2.0 geschrieben, über Möglichkeiten, wie man externe Dienste als Content Management System (CMS) nutzt und diese in eine statische HTML Seite einbindet, um somit Informationen aus unterschiedlichen Quellen auf einer Website zu integrieren.
Wir haben diesen Ansatz für den Relaunch des Forums Natürliche Zahngesundheit aus Herne gewählt. Die interne Suche läuft über Google, die News kommen aus einem Blog von WordPress und werden über RSS Feeds auf der Startseite und der Newsseite eingeblendet und das Patientenforum von Bravenet, das schon 3 Jahre dort läuft, ist nun über einen integriert.
Diese Vorgehensweise bietet sich insbesondere dann an, wenn Informationen bereits auf unterschiedlichen Sites vorliegen und diese integriert werden sollen. Man muss sich nur gut organisieren und wissen welche Informationen wo liegen und darf natürlich die Zugangsdaten zu den jeweiligen Sites nicht durcheinander bringen oder gar verlieren. :)
Die Möglichkeiten sind jedoch immens: Videos lassen sich auf Youtube und können von dort aus eingeblendet werden (Bsp.: www.parodontosehilfe.de), Präsentationen von Slideshare (www.praxis-dr-koch.de), Fotogalerien von Flikr, Personal Profile von Xing, etc.

In den letzten Monaten haben wir außerdem zum ersten Mal das Open Source CMS Joomal! eingesetzt. Es ist überwältigend was die Open Source Community auch in diesem Bereich auf die Beine gestellt hat und das mit einer atemberaubenden Dynamik, die wohl den kommerziellen Herstellern von vergleichbaren Produkten das Kerngeschäft nehmen wird. Diese müssen sich in Zukunft wohl auf Service konzentrieren.
Das Interessante ist, dass sich aus diesem Projekt heraus wieder neue Geschäftsfelder ergeben. Es gibt auf Joomla spezialisierte Webhoster, Template Klubs, Hersteller von Komponenten, die das CMS erweitern, z.B. um eine Community, Bildergalerien, Shopsysteme etc.
Wir haben insbesondere mit Sobi, eine Art ‚Gelbe Seiten’ Komponente, Erfahrung gesammelt. Das Unternehmensverzeichnis der Chilenischen Bergbauindustrie Direcmin.com ist auf Basis dieser Software realisiert worden und bietet Informationen zu mehr als 2500 Zulieferbetrieben und Bergbauunternehmen aus Chile.

In Kürze gehen wir mit implantate.info einem Informationsportal zum Thema Zahnimplantate aus Deutschland online. Auch dort wird Sobi für eine Implantologensuche eingesetzt. Patienten haben darüber hinaus die Möglichkeit ihre Erfahrungen mit Zahnimplantaten in einem Blog zu veröffentlichen. Animierte Grafiken eingebunden über ein Video Modul runden das Angebot ab.
Was mich besonders bei diesen beiden Projekten begeistert hat, war die Tatsache, dass es für jede Anforderung irgendwo ein Modul oder eine Komponente zum Download gibt, die sich ohne Schnittstellenprobleme einfach integrieren lässt.
Ich habe aus diesem Grund mit einem Partner eine weitere Firma gegründet, die sich auf Installation, Customising und Management von Websites auf Basis von Open Source CMS fokussieren wird. Dazu mehr im nächsten Post…

Es ist Januar und der Sommer ist unerbittlich heiß. Im Gegensatz zum Vorjahr kühlt es dieses Jahr auch nachts nicht mehr ab. Auch für die nächsten Tage sind 30° + angesagt.
In der Woche vor Weihnachten hatten wir noch einige Projekte abgeschlossen, bevor es in den verdienten Urlaub für uns nach Huilo Huilo und für Grit zum Surfen nach Brasilien ging:
www.crb-sportfishing.com – Anbieter von Hochseefischen vor der Küste der kanarischen Inseln mit Sitz auf Cran Canaria.
www.southamerica-inside.com – Agentur für Spanisch Sprachkurse und Spanisch Sprachreisen in ganz Lateinamerika aus Santiago de Chile.
www.alcuincapital.com – Private Equity und Venture Capital Investor aus London.

Neben der täglichen Aktualisierung und dem Redesign einiger Auftritte unserer bestehenden Kunden arbeiten wir momentan an 2 sehr interessanten Projekten: Entwicklung von 3D Grafiken und 3D-Animationen für Zahnimplantate sowie Aufbau eines Portals für die Chilenische Bergbauindustrie. Dieses Portal wird ein Unternehmensverzeichnis mit über 3000 Einträgen, redaktionelle Inhalte zur Kupfer- und Salzindustrie, sowie ein Online Business Network für die Branche beinhalten.

Stefan hat mich auf den neuen Auftritt von Sinner und Schrader aufmerksam gemacht, der einige Diskussionen im Internet ausgelöst hat: www.sinnerschrader.de.
Über die grafische Gestaltung, die Verwendung von Flash und die Usability lässt sich streiten. Ich finde das Konzept, dass man das Internet als Content Management System (CMS) nutzt, genial. Text, Präsentationen, Fotos, Mitarbeiterprofile, Kontaktangaben sind nicht auf der eigenen Website, sondern werden auf jeweils darauf spezialisierten Web 2.0 Diensten im Internet extern gelagert. Die eigentliche Sinner und Schrader Website ist lediglich eine Linksammlung. So stehen die Mitarbeiterprofile bei XING und Linkedin, Text bei Google Docs, Präsentationen bei slideshare und Fotos bei Picasa, Google Maps ist natürlich auch dabei und Jobangebote werden von Jobpilot geliefert. Die Website blendet diese Informationen aus externen Quellen lediglich ein, was ja auch Sinn macht, man vermeidet dadurch doppelte Datenhaltung und muss sich nicht um Synchronisierung der Inhalte bemühen. Ich bin gespannt, inwieweit sich dieses Konzept durchsetzt: Ist das das CMS 2.0?

Ein kritischer Komentar aus dem Hause Sinner und Schrader:
Hier gibt es weitere Posts und Kommentare zu dem Thema:

In den letzten Wochen hatten wir einige interessante Gespräche mit potentiellen Kunden hier in Santiago, die uns über das Internet gefunden haben oder über Empfehlung auf uns zukamen. Aktiv Werbung für unser Unternehmen haben wir in diesem Jahr noch nicht machen müssen, sondern voll und ganz auf Mund zu Mund Propaganda gesetzt und das mit Erfolg.
Alle Unternehmen, die uns kontaktiert hatten, haben dasselbe Problem. Ihre jetzige Website ist veraltet. Auf die Frage, wer das denn früher betreut hat, erntet man dann Achselzucken, ein verächtliches Lächeln oder ein deprimiertes Kopfschütteln. Diejenigen, die früher einmal dafür verantwortlich waren, sind aus dem Unternehmen verschwunden oder die Freelancer oder Agenturen, die sich früher drum kümmerten, sind nicht mehr aufzufinden.
Weniger das Design und die Erstellung der Website scheinen ein Problem darzustellen, sondern die Pflege. Das überrascht uns natürlich, weil das für uns eine relativ einfache Tätigkeit ist und eine regelmäßige Einnahmequelle dazu. Wir machen einen signifikanten Anteil unseres Umsatzes mit bestehenden Kunden und das ist doch auch wirklich eine schöne Sache zu sehen, wie sich unsere Kunden und auch wir im Internet weiterentwickeln.
Wenn man sich dann die Websites anschaut, versteht man auch den Grund dahinter. Da sind zum einen Content Management Systeme, die wahrscheinlich mit der Zielsetzung erworben wurden, unabhängig von Agenturen zu werden. Nur hat man sich dann schnell von einem Mitarbeiter abhängig gemacht und sobald der geht, steht man vor demselben Problem. Zudem sind die Systeme, die wir bisher gesehen haben, wenig flexibel, so dass Designänderungen einen enormen Aufwand bedeuten.
Zum anderen sind es hier in Chile die beliebten Flash Websites, bei denen alle Informationen in einen animierten Flashfilm integriert sind. Die sind zwar meist schön anzusehen, aber ihren Zweck als Marketing Kanal verfehlen sie häufig total. Das größte Problem bei diesen Flash Websites liegt insbesondere darin, dass die Inhalte meist in den Film eingebunden sind. Suchmaschinen wie Google und Yahoo können diesen Inhalt nicht indexieren, für die Such Roboter handelt es sich um eine Film Datei, die nicht gelesen werden kann. Vor kurzem habe ich ein Interview des Lateinamerika Chefs von Google Gonzalo Alonso gelesen. Laut seiner Aussage sind 80% des Contents von Lateinamerikanischen Websites nicht indexiert, weil die Websites schlecht programmiert sind. Die überbordende Verwendung von Flash spielt dabei sicherlich eine Rolle.
Um die Flashwebsite zu aktualisierten benötigt man die offene Version des Films und die ist meist genauso wenig aufzufinden, wie derjenige, der ihn ursprünglich erstellt hat…

Here is the presentation for the workshop held at Camchal, Santiago, 29.11.2007

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Dirk Röttges at the Camchal, Santiago 29/11/07

Es ist ein wunderschöner Wintertag in Santiago, stahlblauer Himmel, Sonnenschein, die schneebedeckten Berge zum Greifen nah und ich sitze mal wieder bei Starbucks in El Golf, Las Condes und blogge über WIFI.

Ich bin seit 2004 Mitglied bei XING, ehemals Openbc. Ich hatte damals das kostenlose Premiumabo für 3 Monate genutzt, eher halbherzig meine Daten eingegeben und seit dem auch nicht mehr gepflegt. Ab und an meldete sich jemand aus der Six Sigma Community und bat mir Trainingskurse und Kooperationen an; und alle paar Monate meldete sich der ein oder andere ehemalige Kollege: „Na, auch bei Xing, schon lange nix mehr von Dir gehört, wie geht’s, bei mir ist alles beim alten…“. Da mein geschäftliches Netzwerk eher in England war, sah ich in dem Portal für mich keinen großen Mehrwert.

Das hat sich nun geändert. Vorletzte Woche kam wieder eine Kontaktanfrage von einem ehemaligen Kollegen von GE, was ich zum Anlass nahm, mein Profil zu überarbeiten und zu ergänzen. In der Mitgliedersuche gab ich das Suchkriterium Ort, geschäftlich = „Santiago“ ein. Die Suche ergibt mehr als 200 Treffer, schränkt man die Suche auf Sprache „deutsch“ ein erhält man immerhin 124 Treffer. Ich bin immer wieder fasziniert, wie solche innovativen Web 2.0 Anwendungen in kürzester Zeit ihren Siegeszug rund um den Globus feiern, selbst bis an dieses Ende der Welt.

Schnell hat mich die Neugier gepackt und ich wollte mir natürlich die Profile der Mitglieder anschauen, was ich dann nach Reaktivierung meiner Premium Mitgliedschaft per Kreditkarte auch schnell gemacht habe. Ich habe mich dann auch gleich der Gruppe :„Chile, Investments and Connections“ angeschlossen und veröffentlichte dort einen kurzen Beitrag über mich und was uns dazu bewog nach Chile zu kommen. Die ersten Reaktionen kamen schon nach wenigen Stunden. Eine kam von Jose, halb Spanier, halb Italiener, verheiratet mit einer Chilenin, Inhaber eines Softwareunternehmens im Kanton Zug, CH. Sein Firmensitz liegt im selben Ort, in dem auch meine Schwester in der Schweiz arbeitet.

Heute morgen meldete sich dann Jochen, ehemaliger WG Mitbewohner aus Saarbrücken, mittlerweile Finanz Manager bei Procter & Gamble, ich habe ihn 1995 zum letzten Mal gesehen…small world.

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